
Hilfebedürftigkeit verringern und beenden: das ist das oberste Ziel und gesetzlicher Auftrag des Jobcenters.
Dafür verfügen wir über eine Vielzahl an Werkzeugen. Sie alle haben zum Ziel, Menschen in Beschäftigung zu bringen. Ein breit aufgestelltes Maßnahmeangebot ist ein Teil davon.
Darunter sind die Arbeitsgelegenheiten eins der niederschwelligsten Angebote. Ziel ist es, die Beschäftigungsfähigkeit zu verbessern und Menschen darauf vorzubereiten, einer regulären Arbeit nachzugehen. Denn manchmal müssen Hindernisse aus dem Weg geräumt werden, bevor eine Arbeitsaufnahme erfolgen kann.
Doch was steckt hinter einer Arbeitsgelegenheit (AGH)?
AGH, früher „Ein-Euro-Jobs“, sind
– zusätzlich,
– wettbewerbsneutral und
– gemeinnützig.
Sie stellen somit keine Konkurrenz für reguläre Arbeitsplätze dar und es wird eine Mehraufwandsvergütung gezahlt.
Die Teilnehmenden erfahren hier sinnstiftende Tätigkeiten, Verantwortung, Tagesstruktur, Teamgefühl, Selbstwirksamkeit und soziale Teilhabe. Wir wissen, dass diese Erfahrungen enorm weiterbringen und ein wichtiger Schritt in Richtung Job sind.
Möglichkeiten gibt es viele, denn die Arbeitsgelegenheiten des Jobcenters Kiel decken verschiedene Bereiche ab, von Handwerk über Soziales und Kultur bis Unterstützung in Stadtteilen.
Ein Beitrag für alle
Doch nicht nur für die Teilnehmenden sind AGH sinnvoll. Durch die Gemeinnützigkeit werden Projekte ermöglicht, die allen Kielerinnen und Kieler zu Gute kommen: durch Mitarbeit in Sozialläden, Vereinen oder sozialen Einrichtungen, durch Essensausgabe an Bedürftige, Unterstützung älterer Menschen im Alltag und Reparatur von Kleinmöbeln und Spielgeräten.
Das heißt: Hier entstehen Angebote, die es sonst nicht geben würde.
Beispiel: Laptops für Bedürftige
Ein Beispiel ist die EDV-Spendentour der Arbeitsgelegenheit im Servicebüro der Pro Regio gGmbH. Hier werden unter anderem gespendete Laptops aufbereitet und bedürftigen Menschen zur Verfügung gestellt.
2025 konnten mehr als 125 gespendete Computer, Laptops und weitere Geräte an Menschen mit wenig Geld weitergegeben werden. So erhalten sie Zugang zur digitalen Welt. Durch die AGH bekommen die Geräte ein zweites Leben. Und helfen Menschen, die sich eigene Technik nicht leisten können.
Dieses Projekt zeigt, was Arbeitsgelegenheiten bewirken können: Sie unterstützen Menschen auf ihrem Weg zurück ins Berufsleben. Und sie schaffen einen echten Mehrwert für unsere Gesellschaft.
